Im Gespräch mit dem WIRED Magazin diskutieren Harari und Harris über den Einfluss von Technologie auf die Menschheit. Beide Gäste können zukunftsweisende Errungenschaften vorweisen. Der erste Gesprächsteilnehmer, Yuval Noah Harari ist weltbekannter Bestsellerautor und ergründet in seinen Büchern die Zukunft und die Vergangenheit der Menschheit. Der zweite Gesprächsteilnehmer, Tristan Harris ist Gründer und Geschäftsführer des “Center for Humane Technology”.

“Der menschliche Verstand ist vor Technologie nicht so sicher wie wir denken und wir müssen ihn schützen”

Tristan beschäftigt sich seit über 10 Jahren damit, wie menschliche Überzeugungskraft funktioniert. Unter anderem hat er als Design Ethicist bei Google gearbeitet. Er beschreibt sich selbst als Experten für Dinge, die den menschlichen Verstand überlisten. Harris ist also Experte für sogenannte “human persuasiveness”.

Im Interview mit WIRED erzählt Tristan, dass wir die Stärke unseres Verstandes überschätzen. Denn wir spielen bei jedem Klick im Internet gegen einen Supercomputer, der direkt auf unser Gehirn abzielt. Und die Interessen dieses Supercomputers sind seltenst im Einklang mit Deinen Interessen, sagt Harris. Statt Dich beim Erreichen Deiner Ziele zu unterstützen, zielt die technologische Kraft darauf ab, Dich so lange wie möglich am Bildschirm zu halten.

Als Beispiel nennt Harris die Videoplattform Youtube. 70% aller auf Youtube geschauten Videos werden durch die Empfehlungsleiste ausgewählt. Also durch Vorschläge, vom Supercomputer hinter Youtube, auf Dich personalisiert. Das Ziel ist hierbei, Dich solange wie möglich an die Videoplattform zu binden. Gleichzeitig heißt das, dass 70% der auf Youtube geschauten Videos nicht völlig beabsichtigt und auf freien Willen hin geschaut werden.  

Du möchtest mehr als 30% der Youtube Videos nach Deinem eigenen Willen auswählen? Es gibt Browser Add-Ons, wie beispielsweise DF Tube für Google Chrome. Diese Zusatzprogramme ermöglichen Dir einen ablenkungsfreien Videokonsum auf Youtube.

Die Technologie hinter Facebook ist wie ein kommerzialisierter Beichtstuhl”

Das werbegetriebene Geschäftsmodell von Facebook vergleicht Tristan Harris mit einem kommerzialisierten Beichtstuhl. Stell Dir vor, dass Du einer Person Deine Geheimnisse beichtest. Und die Person weiß aber nicht nur, was Du im Beichtstuhl sagst, sondern noch mehr. Sie weiß wie Du Deinen Tag verbringst, was Dir gefällt und kennt die Unterhaltungen zwischen Dir und Deinen Freunden. Das gesamte Geschäftsmodell der Person, die nun alles von Dir weiß, hängt allerdings von Besuchertickets zu Deinem Beichtstuhl ab. Die Person im Beichtstuhl verkauft Informationen von Dich an Dritte.

Und so verdient Facebook Geld. Die “soziale” Plattform, sammelt eine Vielzahl an Daten über Dich. Dann verkauft Sie die gesammelten Daten an Unternehmen weiter. Allein 2017 kletterte Facebooks Reingewinn auf knapp 5 Milliarden Dollar.  

Als Lösungsvorschlag nennt Harris eine Veränderung des bestehenden Geschäftmodells. Anstatt die Daten der Menschen zu verkaufen, könnte sich Facebook als Transaktionsunternehmen repositionieren. Als Beispiel nennt er dazu die Zahlungsabwicklungen oder die Erstellung einer Handelsplattform.

“Man sollte seinen menschlichen Verstand im Hinblick auf Technologie nicht überschätzen”

Was können wir nun mit diesen Informationen machen? Wie können wir uns dem bestehenden Problem besser stellen? Harari und Tristan teilen die Meinung, dass es keine einfache Lösung gibt. Ein erster Schritt wäre es, sich immer wieder vor Augen zu rufen, welchen Einfluss die Supercomputer hinter den Klicks auf unseren Verstand und auf unsere Meinung haben. Wir als Konsumenten digitaler Medien, sollten unsere Verwundbarkeit erkennen. Gleichzeitig sagen beide Visionäre, dass es einen größeren Zusammenschluss benötigt, um dem “mind-hacking” Parole zu bieten. Gemeinsam forcieren sie dieses Ziel, mit dem Unternehmen Center for Humane Technology https://humanetech.com/.

Und was hat Phocus mit der Nutzung von Technologie zu tun?

Auch Phocus möchte Nutzern dabei helfen, ihren Technologiekonsum vorteilhafter zu gestalten. Dazu bietet die Phocus App Anreize, um weniger Zeit am Handy zu verbringen. Für jede Minute die Du Dein Handy nicht benutzt, erhältst Du Punkte. Die Punkte kannst Du dann in Gewinnspieltickets oder für Geld zurück einlösen. Hier geht’s zum App Download.

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