Handyverbot an Schulen

“Biiiiing” – ein lautes Klingeln verkündet den Schulschluss. Gleichzeitig findet sich pünktlich um 13:50 eine Traube von SchülerInnen vor der Direktion wieder. Sie alle wirken leicht nervös und schauen ungeduldig auf die noch geschlossene Tür der Direktion. Was machen die Schülerinnen dort nach Unterrichtsschluss?

Täglich trifft sich dort pünktlich nach Schulschluss eine jeden Tag neu zusammengewürfelte Gruppe von SchülerInnen. Diese Gruppe verbindet vor allem eine Gemeinsamkeit – sie alle haben gegen Teile der Hausordnung verstoßen. In vielen Hausordnungen von Schulen steht nämlich sinngemäß folgender Satz: “Das Handy darf während der Schulzeit weder hörbar noch sichtbar sein.”

Fragt man Jessica worauf sie wartet, antwortet sie: “Ich habe nur kurz auf die Uhr meines Smartphones geschaut. Absolut unfair, dass eine Lehrkraft mein Handy gleich eingesammelt hat!” Sebastian zeigt sich weniger erzürnt: “Naja, bei mir ist es schon das zweite Mal diese Woche. Gäbe es kein Handyverbot, so würde ich vermutlich gar nicht mehr aufpassen!”.

Beim Handyverbot an Schulen scheiden sich die Geister der SchülerInnen. Aber nicht nur das: Auch LehrerInnen diskutieren regelmäßig über die Sinnhaftigkeit eines Handyverbots. Die Debatte ist in Zeiten von steigender Handynutzung wichtiger denn je. Der folgende Abschnitt beleuchtet Pro und Contra eines Handyverbots an Schulen.

Pro Handyverbot an Schulen

Was sind die Argumente für ein Handyverbot an Schulen?

Ablenkung

Das Handyverbot schützt davor, sich während des Unterrichts selbst abzulenken und schützt vor Unaufmerksamkeit. Durch die Verfügbarkeit von Handys könnte man sich deutlich schneller vom Unterricht ablenken und unkonzentriert werden. Aber auch andere in der Klasse könnten abgelenkt werden. Noch achten alle SchülerInnen durch das Handyverbot darauf, dass ihre Handys lautlos sind. Dies fördert eine ruhige Lernumgebung. Wären die Handys erlaubt, so würden andere durch Klingeln und Vibrieren in ihren Lernphasen gestört werden (Theile & Amjahid, 2018).

Denkfähigkeit

Da das Handy verboten ist, kann man nicht einfach Informationen nachschauen und nach einer Antwort googeln. Man muss also seinen eigenen Kopf anstrengen, um Fragen beantworten zu können. Wäre das Handyverbot an Schulen aufgehoben, so müsste man nicht mehr selbst nachdenken. 

Konzentrationsfähigkeit

Würde es kein Handyverbot geben, so würde die Bildschirmzeit weiter zunehmen. Aktuell verbringen Jugendliche ungefähr 4 Stunden pro Tag am Smartphone, was negative Folgen hat. So belegt beispielsweise eine Studie aus den USA, eine negative Beziehung zwischen häufiger  Handynutzung und Leistungen in Form von Noten (Lepp et al. 2014).

Empathievermögen

Wäre das Handy erlaubt, so würden die Gespräche mit Freunden in der Pause möglicherweise weiter abnehmen. Schüler und Schülerinnen würden am Handy spielen und ihre Social Media Feeds durchscrollen, statt sich miteinander zu beschäftigen. Nachweislich würde dadurch die Empathiefähigkeit sinken, eine der wichtigsten Fähigkeiten für das 21. Jahrhundert (National Research Council, 2013).

“Face to Face conversation is the most human – and humanizing – thing we do. Fully present to one another, we learn to listen.” (Turkle, 2016)

Datenschutz

Wären Handys ausnahmslos an Schulen erlaubt, so dauert es nicht mehr lange, bis die ersten Schülerinnen Video und Fotoaufnahmen während der Schulzeit machen und online posten. Das ist insofern problematisch, als dass vorher die Einverständniserklärungen der fotografierten Personen vorliegen müssten.

Smartphone Verbot durch Kette

Contra Handyverbot an Schulen

Was sind die Argumente gegen ein Handyverbot an Schulen?

Erlernen des Umgangs mit dem Smartphone

Durch das Handyverbot an Schulen haben SchülerInnen keine Möglichkeit den richtigen Umgang mit dem Smartphone zu erlernen. Sie lernen in der Schule nicht, wie und wann die Benutzung eines Handys angemessen sein kann. Das strikte Handyverbot nimmt SchülerInnen eine Lernmöglichkeit im Umgang mit Technologie. Das Verbot entmutigt SchülerInnen, ihre Handynutzung produktiv und achtsam zu gestalten. Eine selbst getroffene Entscheidung zwischen online und offline Erfahrung kann SchülerInnen auch in ihrer Zukunft helfen.

Starke Einschränkungen

Das absolute Handyverbot schränkt auch nützliche Funktionen des Handys ein. Zum Beispiel wollte Jessica nach der Uhrzeit schauen, so wie sie es auch Nachmittags machen würde. Selbst ein Blick auf den Terminkalender ist durch das absolute Handyverbot ausgeschlossen. Das Verbot unterscheidet also nicht zwischen sinnvollen Tätigkeiten am Smartphone und störenden Tätigkeiten. Die gesamte Einschränkungen der Handynutzung ist in vielen Augen zu allumfassend.

Realitätsferne

Das Verbot von Smartphones an Schulen ist nicht mehr zeitgemäß. Die Schule verschließt sich gegen technologische Entwicklungen. Statt konstruktiv mit neuen Technologien zu arbeiten, wird mit dem Verbot der einfachste aber nicht beste Weg gewählt. Ziel der Schule sollte es sein, Schülerinnen auf ihre Zukunft vorzubereiten. Und die Zukunft der heutigen Generation wird aller Wahrscheinlichkeit nach durch Smartphones geprägt sein.

Zeitgewinn

Durch das Handyverbot, können die Geräte nicht im Unterricht zum Einsatz kommen, wodurch Zeit verloren geht. Beispielsweise könnte man Informationen online deutlich schneller und effizienter finden, als im Atlas und im Wörterbuch. Die dadurch gewonnene Zeit, könnte also als zusätzliche Unterrichtszeit verwendet werden.

Unterrichtsqualität

Ein Handyverbot an Schulen beeinträchtigt die Qualität des Unterrichts. Dadurch, dass Handys nicht verwendet werden dürfen, ist der abwechslungsreiche Einsatz von Medien um ein wichtiges Medium ärmer. So könnten Handys zur Lernstandserhebung genutzt werden, beispielsweise mit Plickers. Weiterhin bieten Handys die Möglichkeit, dass sich alle SchülerInnen gleichzeitig beteiligen, beispielsweise mit Kahoot.

Erlaubte Handynutzung an Schulen durch Phocus

Bildung sollte dazu beitragen, Schülerinnen auf ihre Zukunft vorzubereiten. Zu den zukunftsrelevanten Kompetenzen gehören sowohl Empathievermögen, aber auch der geübte Umgang mit Technologie. Ein von Schulen sollte also sein, Schülerinnen zu mündigen Handynutzern auszubilden. Und das in einer Form, bei welcher Handynutzer selbst eine Balance zwischen on- und offline Erfahrungen finden.

Wie kann Phocus die sinnvolle Handynutzung an Schulen beeinflussen?

Die Phocus App könnte einen Kompromiss zwischen beiden Seiten darstellen. Denn Phocus belohnt für sinnvolle Handynutzung. Dadurch hilft Phocus dabei, länger konzentriert zu bleiben, Ablenkungen zu vermeiden und den eigenen Kopf anzustrengen. Gleichzeitig bietet Phocus in Zukunft aber auch die Möglichkeit, während des Unterrichts auf die wichtigen und hilfreichen Funktionen des Handys, wie den Rechner oder die Uhr, zuzugreifen.

Durch das Belohnungssystem entscheiden SchülerInnen selbst, wann die Nutzung des Handys Sinn macht. Dadurch erlernen sie den eigenen Umgang mit mobilen Endgeräten, sogar über die Schulzeit hinaus. Auch Wissenschaftlern bestätigen die Sinnhaftigkeit von regelmäßigen Handypausen, sogenannte  “Technology Breaks”, während der Schulzeit. In diesen Zeiten dürfen SchülerInnen ihr Handy benutzen (Rosen et al., 2013). Phocus setzt diese Erkenntnis durch die Phocus App um.

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Quellen

Lepp, Andrew & Barkley, Jacob & C. Karpinski, Aryn. (2014). The relationship between cell phone use, academic performance, anxiety, and Satisfaction with Life in college students. Computers in Human Behavior.

National Research Council. (2013). Education for life and work: Developing transferable knowledge and skills in the 21st century. National Academies Press.

Rosen, L. D., Carrier, L. M., & Cheever, N. A. (2013). Facebook and texting made me do it: Media-induced task-switching while studying. Computers in Human Behavior, 29(3), 948-958.

Theile & Amjahid (2018, August 2). Soll man Handys in der Schule verbieten? Die Zeit, Retrieved from https://www.zeit.de/2018/32/smartphones-schule-bildung-frankreich-verbot

Turkle, S. (2016).* Reclaiming conversation: The power of talk in a digital age. Penguin. *(Affiliate Link)

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